Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen

Abschlusskundgebung vor dem Rathaus Neukölln, 13.12.2021

Auf unserer Demo am 13.12. haben wir auch das Haus der Bildung in der Boddinstraße besucht. Frau Karin Korte, Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport kam heraus, grüßte die Demo herzlich und sagte einige Worte:

  • Sie möchte dem Gespräch am 15.12. nicht vorgreifen. Sie erhoffe sich ein gutes Gespräch.
  • Bis September sei ihr nicht bekannt gewesen, was in dem Haus alles los sei.
  • Wichtig sei ihr, dass die Volkshochschule Räume für die Flüchtingsberatung brauche.
  • Es könnten nur die vier größten Vereine zum Gespräch am 15.12. kommen, weil sie den Menschen in die Augen kucken wolle.
  • Sie hoffe, dass wir einen Schritt auf sie zukämen, weil das bisher eigentlich noch nicht passiert sei. Sie habe nur über die Online-Petition, Facebook, die Webseite von uns gehört.
  • Sie habe bisher nur mit der Schillerwerkstatt und Vielfalt e.V. Gespräche gehabt – weil sie auf diese zugegangen sei.
  • Sie hätte sich gewünscht, wir wären „auch ganz normal“ auf sie zugekommen. „Dann hätte man nicht so einen Rabbatz machen müssen.“

Richtig ist:

  • Auch wir hoffen auf ein gutes Gespräch.
  • Die Initiativen im Haus haben den Kontakt zu Frau Korte aufgenommen, erst dann kam eine Einladung zum Gespräch.
  • Einen konkreten Gesprächstermin haben wir erst in der Antwort auf die BVV-Einwohneranfrage erhalten, die die Schillerwerkstatt für das ganze Haus gestellt hat.
  • Unsere aktuelle Hauskoordinatorin (bis 31.12.2021) arbeitet bei Vielfalt e.V. Sie schreibt für das Haus seit April an das Bezirksamt.
  • Wir hatten um ein Online-Gespräch gebeten, damit mehr von uns daran teilnehmen können. Nachdem uns diese Bitte ausgeschlagen wurde, haben wir vier Teilnehmer:innen für das Haus bestimmt.
  • Eine Demonstrantin hat sich direkt nach der Rede an Frau Korte gewandt: „Ich habe Ihnen im Namen vom Migrantinnenverein geschrieben“. Frau Korte drehte sich weg: „aber der Verein, die Vereine haben sich nicht an mich gewendet, darum geht das. Es geht mir nicht um Einzelleute.“
  • In unser Haus kommen auch viele Geflüchtete, jugendliche und erwachsene. Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen. Wenn es heißt, Geflüchtete brauchen unser Haus, sagen wir: „Ja, genau!

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